RPM für 0.125" Baustahl — Schnittgeschwindigkeit

Bei der Bearbeitung von Baustahl mit einem Werkzeugdurchmesser von 0.125 Zoll liegt die empfohlene Spindeldrehzahl bei 4584–7639 U/min, basierend auf einer Schnittgeschwindigkeit von 150–250 SFM für Hartmetallwerkzeuge. Die richtige Drehzahl sorgt für optimale Standzeit und Oberflächenqualität.

Empfohlene Schnittparameter

MaterialBaustahl
Werkzeugdurchmesser0.125"
Empfohlener SFM-Bereich150–250 SFM
Empfohlener Drehzahlbereich4584–7639 RPM

Warum diese Parameter wichtig sind

Beim Bearbeiten von Baustahl führt ein Unterschreiten der minimalen SFM zu Aufbauschneiden (BUE) und schlechter Oberflächengüte; ein Überschreiten der maximalen SFM beschleunigt den Werkzeugverschleiß und birgt das Risiko thermischer Schäden am Werkstück. Das Einhalten des 150–250 SFM-Bereichs für ein 0.125-Zoll-Werkzeug balanciert Produktivität und Standzeit.

Materialvergleich — 0.125" Durchmesser

MaterialDrehzahl (min)Drehzahl (max)
Aluminium1833530558
Baustahl (aktuell)45847639
Gehärteter Stahl21393667
Edelstahl30565500
Titan24454889
Gusseisen611212223
Messing916715279
Kunststoff1222324446

Bearbeitungshinweise für diese Kombination

Baustahl (1018, A36, 4140 geglüht) lässt sich sauber mit Kühlmittelzufuhr bei 0,10–0,20 mm/Zahn mit einem 4-schneidigen TiAlN-beschichteten Hartmetall-Schaftfräser zerspanen. Gleichlauffräsen bevorzugen, wenn die Werkstückspannung es erlaubt — Gleichlauffräsen hinterlässt eine sauberere Oberfläche und schleudert Späne aus dem Schnitt, während Gegenlaufsfräsen heiße Späne über die frisch geschnittene Fläche wischt und den Freiflächenverschleiß beschleunigt. Bei niedrigen Schnittgeschwindigkeiten auf Aufbauschneiden achten; wenn der Span dunkelblau wird und an der Schneide anschweißt, SFM um 20 % erhöhen statt Vorschub reduzieren.

Kleinwerkzeuge (unter 12 mm) stehen und fallen mit dem Rundlauf. Bereits 0,05 mm Gesamtindikatorrundlauf in einem Schaftfräserhalter verdoppelt die Last auf der jeweils eingreifenden Schneide und halbiert die Standzeit. Für Serienarbeit von ER-Spannzangenfutter auf Schrumpffutter oder Hydrodehnspannfutter umsteigen. Spanvorschub fällt auf 0,025–0,05 mm/Zahn bei diesen Größen, daher sind Vorschubwerte bescheiden und die Spindel muss schnell drehen. Beim Herstellen von Bohrungen ist Helikalinterpolation sanfter als direktes Eintauchen — Tauchen konzentriert die Last auf den Schneidenmittelpunkt, wo der Spanraum minimal ist.

Bearbeitungstipps

Verwenden Sie scharfe, beschichtete Hartmetallwerkzeuge, die für Baustahl ausgelegt sind. Wählen Sie die geeignete Kühlstrategie: Emulsionskühlmittel für Stahl und Edelstahl, Druckluft oder MQL für Aluminium zur Vermeidung von Spanrückschneiden. Überprüfen Sie vor der Serienfertigung den Spindellauf (< 0,005 mm). Reduzieren Sie den Vorschub je Zahn beim ersten Schnitt auf Warmwalzzunder um 20–30 %.

Verwandte Varianten

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