RPM für 0.375" Gehärteter Stahl — Schnittgeschwindigkeit

Bei der Bearbeitung von Gehärteter Stahl mit einem Werkzeugdurchmesser von 0.375 Zoll liegt die empfohlene Spindeldrehzahl bei 713–1222 U/min, basierend auf einer Schnittgeschwindigkeit von 70–120 SFM für Hartmetallwerkzeuge. Die richtige Drehzahl sorgt für optimale Standzeit und Oberflächenqualität.

Empfohlene Schnittparameter

MaterialGehärteter Stahl
Werkzeugdurchmesser0.375"
Empfohlener SFM-Bereich70–120 SFM
Empfohlener Drehzahlbereich713–1222 RPM

Warum diese Parameter wichtig sind

Beim Bearbeiten von Gehärteter Stahl führt ein Unterschreiten der minimalen SFM zu Aufbauschneiden (BUE) und schlechter Oberflächengüte; ein Überschreiten der maximalen SFM beschleunigt den Werkzeugverschleiß und birgt das Risiko thermischer Schäden am Werkstück. Das Einhalten des 70–120 SFM-Bereichs für ein 0.375-Zoll-Werkzeug balanciert Produktivität und Standzeit.

Materialvergleich — 0.375" Durchmesser

MaterialDrehzahl (min)Drehzahl (max)
Aluminium611210186
Baustahl15282546
Gehärteter Stahl (aktuell)7131222
Edelstahl10191833
Titan8151630
Gusseisen20374074
Messing30565093
Kunststoff40748149

Bearbeitungshinweise für diese Kombination

Gehärteter Stahl (über 35 HRC, einschließlich vorgehärteter Werkzeugstähle, H13, A2 und einsatzgehärtete Teile) erfordert eine steife Aufspannung und geringe radiale Zustellung — typischerweise 5–10 % des Fräserdurchmessers — mit axialer Tiefe ca. 1× Durchmesser zur Vermeidung von Werkzeugauslenkung. Hochhelix-Vollhartmetall mit TiAlN- oder AlTiN-Beschichtung für den entsprechenden Härtebereich verwenden. Tiefer als 3× Durchmesser immer im Pendelbohr-Verfahren bohren, um heiße Späne auszutragen und Kaltverfestigung des Bohrgrundes zu verhindern, was die häufigste Versagensart beim Werkzeugstahl-Bohren ist.

Kleinwerkzeuge (unter 12 mm) stehen und fallen mit dem Rundlauf. Bereits 0,05 mm Gesamtindikatorrundlauf in einem Schaftfräserhalter verdoppelt die Last auf der jeweils eingreifenden Schneide und halbiert die Standzeit. Für Serienarbeit von ER-Spannzangenfutter auf Schrumpffutter oder Hydrodehnspannfutter umsteigen. Spanvorschub fällt auf 0,025–0,05 mm/Zahn bei diesen Größen, daher sind Vorschubwerte bescheiden und die Spindel muss schnell drehen. Beim Herstellen von Bohrungen ist Helikalinterpolation sanfter als direktes Eintauchen — Tauchen konzentriert die Last auf den Schneidenmittelpunkt, wo der Spanraum minimal ist.

Bearbeitungstipps

Verwenden Sie scharfe, beschichtete Hartmetallwerkzeuge, die für Gehärteter Stahl ausgelegt sind. Wählen Sie die geeignete Kühlstrategie: Emulsionskühlmittel für Stahl und Edelstahl, Druckluft oder MQL für Aluminium zur Vermeidung von Spanrückschneiden. Überprüfen Sie vor der Serienfertigung den Spindellauf (< 0,005 mm). Reduzieren Sie den Vorschub je Zahn beim ersten Schnitt auf Warmwalzzunder um 20–30 %.

Verwandte Varianten

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