Drehzahlen & Vorschübe
Empfohlene RPM und Vorschub für Drehen, Plandrehen, Abstechen, Ausdrehen und Gewindedrehen nach Material berechnen.
Einführung
Der Drehmaschinen-Schnittdatenrechner ermittelt sofort den optimalen Spindeldrehzahl- und Vorschubbereich für Außendrehen, Plandrehen, Abstechen, Ausdrehen und Gewindedrehen. In deutschen Präzisionsdrehereien müssen die in m/min und mm/U angegebenen Herstellerrichtwerte (Sandvik, Walter, Iscar, Kennametal) regelmäßig auf die Drehzahlgrenzen der eigenen Spindel umgerechnet werden. Fehler bei dieser Umrechnung verkürzen die Wendeplattenstandszeit um bis zu 50 %. Das Tool unterstützt alle gängigen Werkzeugwerkstoffe (Hartmetall-Wendeplatte, HSS, Keramik) und eine breite Werkstoffpalette von Baustahl über 1.4301 bis hin zu Ti-6Al-4V.
Funktionsweise
Grundformeln: n = (Vc × 1000) / (π × D); Vf = n × f (Vc: Schnittgeschwindigkeit m/min, D: Werkstückdurchmesser mm, f: Vorschub mm/U). Der Anwender gibt Werkstückdurchmesser, Werkstoff (z. B. 42CrMo4, 1.4301, Al 6061), Wendeplattensorte (Beschichtung, Eckenradius) und Bearbeitungsmodus (Schruppen/Schlichten) ein; der Rechner liefert sofort empfohlenen Drehzahlbereich und Vorschubwerte. Im CSS-Modus (G96 konstante Schnittgeschwindigkeit) wird der kritische Durchmesser angezeigt, ab dem auf G97 (konstante Drehzahl) umgeschaltet werden muss.
Anwendungsszenarien
- Ø80 42CrMo4-Schruppen: Katalogwert Vc = 180 m/min, f = 0,35 mm/U in Maschinendrehzahl und Tischvorschub umrechnen.
- Ausbohr-Rattern bei 1.4301: Empfehlungs-RPM um −15 % korrigieren, bis der stabile Zerspanungsbereich gefunden ist.
- CSS-Schlichten (G96): kritischen Durchmesser bestimmen, ab dem die Drehzahl die Spindelbegrenzung überschreitet und G97 aktiviert werden muss.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Drehmaschinen-Schnittdatenrechner für alle Werkstoffe geeignet?
Das Tool ist universell ausgelegt; die Ergebnisse sollten stets mit den Lieferanten-Datenblättern des verwendeten Werkstoffs abgeglichen werden.
Kann ich diese Werte für Fertigungsunterlagen verwenden?
Die Werte sind sehr genau; bei sicherheitskritischen Anwendungen empfiehlt sich die Überprüfung durch einen qualifizierten Ingenieur.