Kerndurchmesser-Rechner
Richtiges Kernloch für Unified (UNC/UNF) oder metrische Gewinde nachschlagen. Vollständige Bohrerdurchmesser-Tabelle.
Einführung
Der Kernlochbohrer-Rechner ist ein unverzichtbares Referenzwerkzeug für die strukturelle Integrität von Gewindeverbindungen in deutschen Werkstätten und Maschinenbaubetrieben. Die Wahl des richtigen Kernlochdurchmessers vor dem Gewindeschneiden ist eine der häufigsten und gleichzeitig folgenreichsten Entscheidungen: Ein zu kleines Kernloch bricht den Gewindebohrer durch überhöhtes Drehmoment, ein zu großes ergibt "flache" Gewindegänge ohne ausreichende Scherfestigkeit nach DIN ISO 965 bzw. DIN 13. Das Tool liefert sofort den präzisen Durchmesser für ca. 75 % Gewindeeingriff – den Industriestandard für die meisten Anwendungen in Stahl, Aluminium und Edelstahl.
Funktionsweise
Der Rechner ermittelt den empfohlenen Kernlochdurchmesser aus Nenndurchmesser und Steigung. Für metrische Gewinde (DIN 13): Kernloch = d − P. Für Unified-Gewinde UNC/UNF: Kernloch = Nenndurchmesser − (1/TPI). Das Tool gibt dezimale und metrische Äquivalente aus, damit der nächste Norm-Bohrer aus dem Magazin – ob in Millimeter, Zoll-Bruch oder Drahtlehre – sofort ausgewählt werden kann.
Anwendungsszenarien
- Kernlochauswahl für ein 1/2-13-UNC-Gewinde in Al 6061: sauberes, tragfähiges Gewinde ohne Bruchgefahr für den Gewindebohrer.
- Metrisches Äquivalent für einen M10×1,5-Gewindebohrer ermitteln, wenn im Betrieb nur Millimeterbohrer verfügbar sind.
- Kernlochdurchmesser für einen Gewindeformer (Rollgewindebohrer) bestimmen, der ein größeres Kernloch benötigt als ein Schneidgewindebohrer nach DIN 6580.
Häufig gestellte Fragen
Warum 75 % Gewindeeingriff?
75 % Gewindeeingriff bietet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gewindefestigkeit und leichtem Gewindeschneiden. Eine Erhöhung über 80 % steigert das Gewindebohrer-Bruchrisiko erheblich, ohne nennenswert mehr Tragfähigkeit zu liefern.
Was tun, wenn der exakte Bohrdurchmesser nicht vorhanden ist?
Verwenden Sie den nächstgrößeren Normbohrer – nie den kleineren –, um das Bruchrisiko besonders in harten Werkstoffen wie 1.4301 oder vergütetem Stahl zu minimieren.