Positionstoleranzrechner

GD&T Lagetoleranz aus tatsächlichen und nominalen XY-Koordinaten berechnen. Sofortige PASS/FAIL-Prüfung.

Einführung

Der Positionstoleranz-Rechner ist ein GD&T-Werkzeug (Geometrische Produkt­spezifikation nach DIN EN ISO 1101) zur Bestimmung der exakten Lageabweichung eines Merkmals von seiner theoretisch exakten Lage. In der deutschen Präzisionsfertigung – Automobil, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik – reichen lineare ±-Toleranzen oft nicht aus. Die Lagetoleranz (Positionstoleranz) definiert eine kreisförmige oder zylindrische Toleranzzone und erlaubt eine funktionsgerechtere Beurteilung der Montagefähigkeit. Dieses Tool eliminiert den fehleranfälligen manuellen Rechenaufwand bei der Umrechnung von X/Y-Abweichungen in den Positionstoleranzwert.

Funktionsweise

Der Rechner verwendet die Standardformel nach ASME Y14.5 / ISO 1101: Position = 2 × √(ΔX² + ΔY²), wobei ΔX und ΔY die Abweichungen des gemessenen Merkmals von den theoretisch exakten Koordinaten sind. Der Anwender gibt Sollkoordinaten und Ist-Koordinaten (KMG-Messung oder manuelle Prüfung) sowie die geforderte Toleranzzone ein; das Tool berechnet sofort die diametrische Abweichung und gibt ein BESTANDEN/NICHT-BESTANDEN-Urteil aus.

Anwendungsszenarien

  • Prüfung eines Schraubenbildes am Getriebegehäuse: exakte Ausrichtung mit dem Motorblock sicherstellen.
  • Berechnung der Bonus-Toleranz (Gutmaß-Zugabe) bei einem Merkmal, das nicht im Zustand Maximum Material Condition (MMC) gefertigt wurde.
  • Schnellprüfung der Positioniergenauigkeit eines neuen CNC-BAZ: Prüfteil messen und Positionsabweichung der gebohrten Löcher berechnen.

Häufig gestellte Fragen

Warum ist die Positionstoleranz besser als die Koordinatentoleranz?

Die Positionstoleranz definiert eine kreisförmige Toleranzzone mit 57 % mehr Fläche als eine quadratische Zone gleicher Breite – mehr Teile bestehen die Prüfung, ohne die Funktion zu beeinträchtigen.

Unterstützt das Tool MMC?

Die aktuelle Version konzentriert sich auf die Basis-Positionstoleranzberechnung. Für die MMC-Bonus-Toleranz addieren Sie die Größenabweichung zur zulässigen Positionstoleranz.

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