RPM für 0.25" Kunststoff — Schnittgeschwindigkeit

Bei der Bearbeitung von Kunststoff mit einem Werkzeugdurchmesser von 0.25 Zoll liegt die empfohlene Spindeldrehzahl bei 6112–12223 U/min, basierend auf einer Schnittgeschwindigkeit von 400–800 SFM für Hartmetallwerkzeuge. Die richtige Drehzahl sorgt für optimale Standzeit und Oberflächenqualität.

Empfohlene Schnittparameter

MaterialKunststoff
Werkzeugdurchmesser0.25"
Empfohlener SFM-Bereich400–800 SFM
Empfohlener Drehzahlbereich6112–12223 RPM

Warum diese Parameter wichtig sind

Beim Bearbeiten von Kunststoff führt ein Unterschreiten der minimalen SFM zu Aufbauschneiden (BUE) und schlechter Oberflächengüte; ein Überschreiten der maximalen SFM beschleunigt den Werkzeugverschleiß und birgt das Risiko thermischer Schäden am Werkstück. Das Einhalten des 400–800 SFM-Bereichs für ein 0.25-Zoll-Werkzeug balanciert Produktivität und Standzeit.

Materialvergleich — 0.25" Durchmesser

MaterialDrehzahl (min)Drehzahl (max)
Aluminium916715279
Baustahl22923820
Gehärteter Stahl10701833
Edelstahl15282750
Titan12222445
Gusseisen30566112
Messing45847639
Kunststoff (aktuell)611212223

Bearbeitungshinweise für diese Kombination

Kunststoffe (Delrin/POM, UHMW, Nylon, Polycarbonat, PEEK) benötigen polierte Nuten, scharfen positiven Spanwinkel und einen 1- oder O-Nuten-Schaftfräser, damit Späne ohne Rückschneiden ausgetragen werden. Axiale Tiefe konservativ und Vorschub aggressiv halten — Wärmeentwicklung ist der Feind, da die meisten Kunststoffe erweichen, schmieren oder lange Fäden bilden, bevor sie schmelzen. Druckluft hält die Schneide kühl; Kühlmittelzufuhr funktioniert für die Schlichtung, aber niemals Mineralöl-Kühlmittel gegen Polycarbonat (es reißt unter Spannung). Bohren vermeiden — Helikalinterpolation verhindert Spannungsrisse in spröden Sorten.

Kleinwerkzeuge (unter 12 mm) stehen und fallen mit dem Rundlauf. Bereits 0,05 mm Gesamtindikatorrundlauf in einem Schaftfräserhalter verdoppelt die Last auf der jeweils eingreifenden Schneide und halbiert die Standzeit. Für Serienarbeit von ER-Spannzangenfutter auf Schrumpffutter oder Hydrodehnspannfutter umsteigen. Spanvorschub fällt auf 0,025–0,05 mm/Zahn bei diesen Größen, daher sind Vorschubwerte bescheiden und die Spindel muss schnell drehen. Beim Herstellen von Bohrungen ist Helikalinterpolation sanfter als direktes Eintauchen — Tauchen konzentriert die Last auf den Schneidenmittelpunkt, wo der Spanraum minimal ist.

Bearbeitungstipps

Verwenden Sie scharfe, beschichtete Hartmetallwerkzeuge, die für Kunststoff ausgelegt sind. Wählen Sie die geeignete Kühlstrategie: Emulsionskühlmittel für Stahl und Edelstahl, Druckluft oder MQL für Aluminium zur Vermeidung von Spanrückschneiden. Überprüfen Sie vor der Serienfertigung den Spindellauf (< 0,005 mm). Reduzieren Sie den Vorschub je Zahn beim ersten Schnitt auf Warmwalzzunder um 20–30 %.

Verwandte Varianten

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